Wörterbuch
Namen von Kollegen, Produkte und Fachwörter, die immer wieder falsch geschrieben werden, trägst du ins Wörterbuch ein. Es wirkt bei jedem Diktat direkt nach der Erkennung, egal wo erkannt wird und egal ob der Feinschliff an ist. Es braucht dafür weder eine Verbindung noch dein Konto.
Zwei Listen
- Eigene Wörter. Ein einzelner Begriff, den Stenowise kennen soll. Er geht der Erkennung als Hinweis mit und danach wird ein Verhörer, der ihm nahekommt, auf die richtige Schreibweise gezogen.
- Ersetzungen. Ein Paar aus gesprochen und geschrieben. Was du sagst, wird durch das ersetzt, was dastehen soll. Damit machst du aus dem gesprochenen "aka" ein geschriebenes "Akzeptanzkriterium".
Die Faustregel: Wird dein Wort nur falsch verstanden, gehört es zu den eigenen Wörtern. Sagst du absichtlich etwas anderes, als hinterher dastehen soll, ist es eine Ersetzung.
Wann was greift
Die Reihenfolge ist bei jedem Diktat dieselbe:
- Deine Ersetzungen werden angewendet, Zeichen für Zeichen und ohne Spielraum.
- Deine eigenen Wörter werden gegen den Text gehalten. Was nah genug dran ist, wird berichtigt.
- Danach erst kommt der Feinschliff, falls er an ist.
Bei den eigenen Wörtern gibt es zwei Bremsen, damit die Liste nicht mehr kaputtmacht, als sie repariert:
- Ein Wort, das in der Diktatsprache richtig geschrieben ist, wird nie durch einen Eintrag ersetzt. Sonst würde aus "bislang" irgendwann "Baseline".
- Eine gebeugte Form eines Eintrags bleibt stehen. Aus "Token" wird kein "Tokens", nur weil "Tokens" in der Liste steht.
Vorschläge
Stenowise achtet beim Diktieren auf unbekannte Wörter, die wiederkehren, und legt sie dir als Vorschlag hin. Ein Wort muss dafür mindestens dreimal diktiert worden sein, davon zweimal mitten im Satz. Der zweite Teil ist wichtig: am Satzanfang ist alles groß, das sagt über einen Namen nichts aus.
Du übernimmst einen Vorschlag oder du verwirfst ihn. Ein verworfener kommt nicht wieder.
Aus Korrekturen lernen
Diese Funktion ist im Auslieferungszustand aus. Du findest sie in den Einstellungen unter Daten und Datenschutz.
Angeschaltet beobachtet Stenowise nach dem Einfügen 90 Sekunden lang das Feld, in das du gerade diktiert hast, und merkt sich, welche einzelnen Wörter du dort von Hand austauschst. Dieselbe Vertauschung muss in drei verschiedenen Diktaten vorkommen, bevor sie ins Wörterbuch wandert. Einmal ist ein Vertipper, dreimal ist eine Gewohnheit.
Was dabei erfasst wird, sind nur die Wort-Änderungen. Feldinhalte werden weder gespeichert noch gesendet und die Auswertung passiert allein auf deinem Gerät.
Jede Übernahme lässt sich zurücknehmen und was du zurückgenommen hast, wird nie wieder gelernt.
Ausgenommen sind von Haus aus Code-Editoren, Terminals sowie Chat- und Notiz-Anwendungen. Die Liste steht in denselben Einstellungen, du kannst Programme hinzunehmen oder herausnehmen.
Aus einer Datei importieren
Stenowise liest eine Datei mit einem Eintrag pro Zeile, in drei Formen:
gesprochen,geschrieben, auch mit Semikolon oder Tabulator statt Kommagesprochen -> geschrieben- ein einzelnes Wort ohne Gegenstück, das dann bei den eigenen Wörtern landet
Kopfzeilen, Kommentare und Leerzeilen werden erkannt und übersprungen.
Bevor etwas übernommen wird, siehst du jede Zeile der Datei: entweder als neuen Eintrag oder mit dem Grund, warum sie keiner wird. Steht schon drin, nur eine Seite ausgefüllt, zu lang, doppelt in der Datei. So bleibt nichts unbemerkt liegen.
Auf allen Geräten
Der Abgleich zwischen Geräten ist ein Schalter und im Auslieferungszustand ist er aus. Ohne ihn liegt dein Wörterbuch nur auf diesem Rechner und eine Neuinstallation fängt bei null an.
Schaltest du ihn ein, werden deine Einträge verschlüsselt auf dem Stenowise-Server abgelegt, damit dein zweites Gerät sie holen kann. Es sind nur die Wörter und die Ersetzungen, kein Diktattext. Schaltest du ihn wieder aus, wird die Kopie auf dem Server gelöscht.
Ein Abgleich, der nicht durchkommt, ist kein Fehler und ändert nichts. Bist du abgemeldet oder ohne Verbindung, fällt die Runde aus und wird beim nächsten Mal nachgeholt. Was in der Zwischenzeit passiert, ist genau nichts: das Wörterbuch arbeitet lokal ungestört weiter.